Hall of Fame

Seit 1953 gibt es in Deutschland einen organisierten Badminton-Sport. Zahlreiche Sportlerinnen und Sportler sowie Funktionäre prägten über Jahrzehnte die Sportart. In der Hall-of-Fame werden seit 2025 die verdientesten Persönlichkeiten geehrt. Der Club der Deutschen Meister setzt ihnen hier ein virtuelles Denkmal.

Wolfgang Bochow

  • Bochow, Wolfgang, 1944-2017, war der erste Deutsche, der im HE die EM (´72) gewann.
  • Finale der All England im MX (´70, mit Irmgard Latz).
  • War lange Rekordsieger (8x) bei der DM im HE (´63, ´64, ´66-´68, ´70, ´72, ´75), ehe er von Marc Zwiebler (9x) abgelöst wurde.
  • Bochow promovierte über Badminton und war Dozent an der Sporthochschule Köln.

Monika Cassens

  • Cassens, Monika, *1953, geb. Thiere, ist die erfolgreichste Spielerin der ehemaligen DDR, spielte für die BSG Aktivist Tröbitz (Brandenburg) und die HSG Lok Dresden, gewann 41 nationale und 87 internationale Meistertitel.
  • Zwischen 1970 und 1988 17x DDR-Meisterin im DE.
  • 1971 im Halbfinale der EM der U18. C. gewann 29 Titel beim Internationalen Werner-Seelenbinder-Turnier.

Irmgard Latz

  • Latz, Irmgard, (verh. Gerlatzka), * 1939, gewann als erste Deutsche bei der EM im DE (´68), erst Xu Huaiwen konnte es ihr 2006 gleichtun.
  • Latz gewann die German Open im DE (´66) und im DD (´67), Rekordsiegerin (9x) bei der DM im DE (´61-´66, ´68, ´71, ´73).
  • Stand 1970 mit Wolfgang Bochow im MX im Endspiel der All England.

Dr. Hans Riegel

  • Riegel, Hans, Dr., 1923-2013, Bonner Fabrikant („Haribo“) und erster Präsident des DBV, brachte zusammen mit seinem Bruder Paul (1926-2009) nach dem 2. Weltkrieg Badminton aus Dänemark mit nach Deutschland, gründete am 14. September 1951 den 1. DBC Bonn, baute 1953 die erste reine Badminton-Halle (Hans-Riegel-Halle) auf dem Firmengelände in Bonn-Kessenich.
  • R. stiftete die Trophäe für die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft (Hans-Riegel-Pokal).
  • Gewann die DM im HD (´54-55) und MX (´53).
  • Zog sich Anfang der 1980er Jahre völlig vom Badmintonsport zurück.

Siegfried Maywald

  • Maywald, Siegfried, 23.6.1922 – 2.5.2004, Sportfunktionär, war von 1958 bis 1988 Vorsitzender des 1. BC Beuel (gegründet 1955); Maywald hatte bereits 1956 im Bundesfinanzministerium in Bonn eine Badminton-Sportgemeinschaft ins Leben gerufen.
  • Er war 1957 bis 1959 Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses des DBV, danach war er von 1958 bis 1972 Spielausschussleiter und Sportwart im DBV – dort betreute er 84 Länderspiele
  • Von 1976 bis 1977 war er Vizepräsident im DBV, danach bis zu seinem Tod Präsidiumsbeauftragter für den Spitzenverband, ab 1992 als Ehrenmitglied.
  • Er war von 1979-1984 Präsident des Landesverbandes NRW; er starb am 2. Mai 2024 als „sein“ 1. BC Beuel das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft bestritt (mit dabei Enkel Ian Maywald).
  • 1961 bringt der 1. Vorsitzende Siegfried Maywald ein Badminton Lehrbuch heraus. (4,95 DM) Die Beschäftigung mit der Theorie der Sportart und der Lehre im Verband sowie einem Lehrauftrag an der Sporthochschule Köln kommt auch dem Heimverein zugute.

„Hall of Fame“ – Ordnung

1: Der „Club der Deutschen Meister und Freunde des Badmintonsportes e.V.“ ehrt verdiente Sportler- und Funktionärspersönlichkeiten, die den deutschen Badmintonsport geprägt haben. Sie werden in die „Hall-of-Fame des deutschen Badmintonsportes“ aufgenommen.

2: Eine Jury entscheidet durch mehrheitliche Abstimmung, wer in die „Hall-of-Fame“ aufgenommen wird. Ein Anspruch, aufgrund einer bestimmten Leistung in die Geehrtenliste aufgenommen zu werden, besteht nicht.

3: Die Jury besteht aus zwölf  Mitgliedern. Zur Jury gehören
–    der Präsident/in des Deutschen Badminton Verbandes (DBV)
–    seine/n Vizepräsidenten/in
–    Geschäftsführer/in des DBV
–    zwei Aktivensprecher/innen des Deutschen Badminton Verbandes.
–    der/die 1. Vorsitzende des Club der Deutschen Meister und der Freunde des Badmintonsports e.V.“
–    seine/n Stellvertreter/in
–    Darüber hinaus benennt der Vorstand des „Club der Deutschen Meister und Freunde des Badmintonsportes e.V.“  weitere Jury-Mitglieder für jeweils fünf Jahre.
–   Volker Brahms (Initiator HoF)
–    Hans-Werner Niesner
–    Dr Claudia Pauli
–    Bernd Wessels
–    Karl-Heinz Zwiebler

5: Sollte ein Jury-Mitglieder während seiner Amtszeit ausscheiden, so ernennt der Vorstand ein weiteres Mitglied für die entsprechend verbleibende Laufzeit.

6:  Abstimmungen zur „Hall-of-Fame“ können im Umlaufverfahren erfolgen. Dies kann auch in Präsenz, Online  oder schriftlich erfolgen.

7: Es werden zunächst fünf Gründungsmitglieder in die „Hall-of-Fame“ aufgenommen. Danach wird jährlich mindestens einmal  seitens der Jury darüber befunden, ob es weitere Ehrungen geben soll. Es müssen nicht zwangsläufig jedes Jahr neue Mitglieder aufgenommen werden. Grundsätzlich sollten jährlich nicht mehr als drei Mitglieder in die Hall-of-Fame neu aufgenommen werden.

8: Die Kandidaten, die in die „Hall-of-Fame“ aufgenommen werden, sollten höchsten Ansprüchen an Einsatz und Sportlichkeit genügen. Das Mitglied muss sich über lange Zeit um den Badmintonsport verdient gemacht haben. Es können bereits verstorbene aber auch noch aktive Akteure aufgenommen werden.

9: Alle Badmintonspieler haben das Recht, der Jury Kandidaten für die  „Hall-of-Fame“ vorzuschlagen. Die Vorschläge sind an den Vorsitzenden des „Club der Deutschen Meister und der Freunde des Badmintonsportes e.V.“ zu richten. In der jeweils nächsten Jury-Sitzung  wird darüber befunden.